Grünliche Algenhäute und dunkle Pilzbeläge an der Fassade wirken auf den ersten Blick wie ein reines Schönheitsproblem. Tatsächlich handelt es sich um einen lebendigen „Bioteppich“ aus Algen, Pilzen und Bakterien, der tief in die Poren des Putzes eindringen kann. Dieser Bewuchs beeinflusst sowohl die Bausubstanz als auch – indirekt – die Gesundheit der Bewohner.


1. Mehr als nur ein optischer Makel

Sobald sich Algen und Pilze auf der Oberfläche festgesetzt haben, verändert sich die Fassade Schritt für Schritt:

Damit betrifft der Bewuchs nicht nur die Optik, sondern ganz konkret die Lebensdauer des Fassadensystems.


2. Wie der „Bioteppich“ die Fassade angreift

2.1. Stoffwechselprodukte greifen den Putz an

Algen, Pilze und Bakterien nutzen die Fassadenoberfläche als Lebensraum. In ihren Stoffwechselprozessen entstehen unter anderem organische Säuren. Diese liegen zwar nur in sehr geringer Konzentration vor, wirken aber über Jahre wie ein ganz feines Schleifmittel:

Je länger der Bewuchs ungestört bleibt, desto tiefer arbeitet er sich in die Putzstruktur ein – und desto schwieriger wird eine schonende Reinigung.

2.2. Feuchtespeicher und Frostschäden

Der Belag aus Algen und Pilzen wirkt wie ein Schwamm. Regenwasser, Tau und Spritzwasser werden aufgenommen und über lange Zeit gespeichert. Das hat Folgen:

So entsteht ein schleichender Prozess, bei dem die Fassade von außen immer stärker geschädigt wird – lange bevor die Tragfähigkeit des Mauerwerks erreicht ist.

2.3. Magnet für Schmutz und Luftschadstoffe

Auf einer rauen, feuchten Biooberfläche bleiben Staub, Ruß und Feinstaubpartikel besonders gut haften. Dadurch:

Kurz gesagt: Algen und Pilze ziehen weiteren Schmutz an und verstärken die Alterung der Fassade.


3. Gesundheitsaspekte – was Außenbewuchs mit Innenraumklima zu tun hat

3.1. Außenbewuchs als Warnsignal

Starker Algen- und Pilzbewuchs zeigt, dass bestimmte Bereiche der Fassade über längere Zeit feucht bleiben. Wo außen dauerhaft Feuchtigkeit herrscht, ist die Gefahr erhöht, dass auch innen kritische Feuchte- und Schimmelzonen entstehen – etwa in Ecken, Laibungen oder schlecht belüfteten Räumen.

Außenbewuchs ist deshalb oft ein Frühwarnzeichen, dass das Gebäude insgesamt ein „feuchtes“ Klima aufweist und genauer betrachtet werden sollte.

3.2. Sporenbelastung der Luft

Pilze und einige Algenarten bilden Sporen, die mit dem Wind transportiert werden. Ein Teil davon gelangt über:

ins Gebäudeinnere. Für gesunde Menschen ist das meist unproblematisch. Für empfindliche Personen – etwa Allergiker, Asthmatiker, Kinder oder ältere Menschen – kann eine höhere Sporenkonzentration jedoch ein zusätzlicher Belastungsfaktor sein:

Außenverschmutzung ersetzt keine Innenraumdiagnostik, zeigt aber deutlich: Die direkte Umgebung des Hauses ist stark mit Sporen belastet.

3.3. Psychologischer Aspekt: Eindruck von „Feuchtigkeit und Vernachlässigung“

Eine stark veralgte oder verschimmelte Fassade vermittelt unbewusst das Gefühl von Feuchtigkeit, Kälte und Vernachlässigung. Viele Bewohner empfinden ihr Zuhause dadurch als weniger wertig und fühlen sich nicht mehr richtig wohl. Eine saubere, helle Außenhülle trägt hingegen spürbar zu einem angenehmen Wohngefühl bei.


4. Warum Do-it-yourself-Lösungen oft mehr schaden als nützen

Wenn der Algen- und Pilzbefall sichtbar wird, liegt der Griff zu Hochdruckreiniger oder Baumarkt-Chemie nahe – fachlich ist das jedoch riskant:

Darum ist bei Fassadenbewuchs eine professionelle Reinigung klar im Vorteil: Spezielle Reinigungsmittel werden exakt dosiert, der Wasserdruck wird angepasst, Schmutzwasser kontrolliert aufgefangen und behandelt.


5. Professionelle Fassadenreinigung: Schutz für Bausubstanz und Gesundheit

Eine fachgerechte Fassadenreinigung leistet auf mehreren Ebenen gleichzeitig Arbeit:

5.1. Technischer Schutz

5.2. Hygienischer und gesundheitlicher Nutzen

5.3. Präventiver Effekt

Moderne Verfahren kombinieren Reinigung mit einem farbneutralen Schutzauftrag. Dieser dringt in die Putzporen ein und erschwert über längere Zeit einen erneuten Bewuchs. Die Fassade bleibt länger sauber, trocknet besser ab und ist insgesamt widerstandsfähiger.


6. Fazit: Bewuchs ernst nehmen – Werte schützen

Algen- und Pilzbeläge an der Fassade sind kein harmloser Nebenbefund:

Wer rechtzeitig professionell reinigen lässt, schützt Putz, Anstrich und Dämmung, verbessert das Wohnumfeld – und erhält gleichzeitig den Wert des Gebäudes.


Nächster Schritt: Ihre Fassade wieder sauber und geschützt

Wenn Ihre Hauswand bereits grün oder dunkel verfärbt ist, lohnt sich eine fachliche Einschätzung. Mit unserer Fassadenreinigung entfernen wir Bewuchs porentief, schützen die Oberfläche nachhaltig und zeigen Ihnen auf einer Probefläche live, welches Ergebnis an Ihrem Objekt möglich ist.

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